Methodik eco-bau

Der Verein eco-bau stellt Instrumente zur Verfügung, die es den Planenden ermöglichen, ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand Materialien und Bauprodukte auszuwählen, welche Umwelt und Gesundheit möglichst wenig belasten. Grundlage dieser Instrumente ist die Methodik eco-bau. Sie beschreibt die methodischen Grundlagen zur Bewertung der umwelt- und gesundheitsrelevanten Eigenschaften von Baumaterialien und Bauprodukten. Die Methodik legt somit fest, in welche Bewertungsklassen Baumaterialien und Produkte in den Instrumenten Eco-Devis, Eco-BKP und Eco-Produkte eingeordnet werden. 

Die Methodik besteht aus folgenden Dokumenten und Anhängen:

Methodik eco-bau und Anhang 1

Ziel und Zweck: Das Dokument beschreibt die Methodik, deren Zusammenhänge und Umsetzung in den Instrumenten von eco-bau. Es erläutert auch die Beurteilungskriterien.

Wer soll es lesen? Alle, die sich mit der Methodik im Detail vertraut machen wollen sowie Hersteller, die Produkte ökologisch verbessern oder den Ablauf des Bewertungsprozesses verstehen wollen. 

A2- Anhang Funktionseinheiten und Zielwerte

Ziel und Zweck: Das Dokument zeigt nach NPK-Struktur alle Zielwerte, die bezüglich der grauen Energie erfüllt werden müssen, damit ein Material mit 1. Priorität/eco-1 oder 2. Priorität/eco-2 bewertet wird. Gleichzeitig weist es die gewählte Funktionseinheit aus, die es erlaubt, Gleiches mit Gleichem zu bewerten. Die Funktionseinheiten sind in Kapitel 4.2. der Methodik beschrieben.

Wer soll es lesen? Dieser Teil der Methodik dient als Nachschlagewerk für alle Produktentwickler, die wissen wollen, wo ihr Produkt steht, die ihre Ökobilanzdaten vergleichen oder die sich verbessern wollen.

A3 – Bewertungskriterien und Diagramme

Ziel und Zweck: Die ökologischen Kriterien der Methodik werden auf die jeweiligen Produktgruppen unterschiedliche angewendet. Das Dokument zeigt anhand von Diagrammen, welche Kriterien für das Bewertungsresultat verantwortlich sind.

Wer soll es lesen? Alle Hersteller die wissen wollen, welche Kriterien für ihre Produkte relevant sind.

A4 – Alternative Bewertungssysteme

Ziel und Zweck: Vor Ort applizierbare Wandfarben, Lacke, Holz- und Bodenbeschichtungen für die Innenanwendung und mit einer Schichtdicke < 0,3 mm sind nicht Gegenstand der Methodik eco-bau. Das Dokument zeigt die von eco-bau als Gleichwertig anerkannten Emissionsstandards bzw. Labels für solche Materialien und ordnet sie den Bewertungsklassen zu. Zu den anerkannten Standards gehören beispielsweise die Umweltetikette der Stiftung Farbe und das Label natureplus.

Wer soll es lesen? Alle, die entscheiden müssen, ob ein vorhandenes Label für die Produktgruppe von eco-bau als Gleichwertig anerkannt wird und somit beim gesunden und ökologischen Bauen eingesetzt werden kann.

A5 - Lebensdauertabelle

Ziel und Zweck: Grundsätzlich beeinflusst die Lebensdauer von Baustoffen die Bilanz der grauen Energie über die gesamte Nutzungsdauer eines Gebäudes. Wie die breit anerkannte paritätische Lebensdauertabelle von HEV und Mieterverband zeigt, unterscheidet sich die Lebensdauer von Materialien in fast allen Funktionseinheiten nur wenig. Einzig bei den Bodenbelägen unterscheiden sich die kürzeste und die längste Lebensdauer um einen Faktor 4. Deshalb wird die Lebensdauer nur für die Bodenbeläge gemäss NPK 664 „Beläge aus Holz, Kork, Laminate“ zur Berechnung der grauen Energie berücksichtigt.

Wer soll es lesen? Alle, die wissen wollen, wie sich die Lebensdauer von bestimmten Bodenbelägen unterscheidet. 

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