Eco-BKP 2019


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Material/Prozess Vorgaben Hinweise/Quellen

Eco-BKP 221: Fenster und Aussentüren

 

Allgemeines

 

Holzauswahl

Holz bzw. Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Produktion mit FSC-/PEFC-Zertifikat, Herkunftszeichen Schweizer Holz HSH oder gleichwertigem Label.

nicht empfohlen: Hölzer bzw. Holzprodukte aussereuropäischer Herkunft ohne FSC-, PEFC- oder gleichwertiges Label.

Als europäische Länder gelten die EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten.
Kontrolle der Vorgaben mittels auftragsbezogener Zertifikate und Lieferscheinen.

Minergie-Eco Ausschlusskriterium A2.040

Oberflächenbehandlung

Werkseitig aufgebrachte Beschichtungen sind gegenüber bauseitig aufgebrachten Beschichtungen zu bevorzugen.

Bei werkseitigen Beschichtungen werden in der Regel eine höhere Qualität und eine geringere Umweltbelastung erzielt.

Fensterrahmen und Verglasungen

 

Rahmenmaterial (371.02)

1. Priorität: Holzfenster Minergie-zertifiziert mit Holz aus nachhaltiger Produktion.

2. Priorität: Holzfenster Minergie-zertifiziert mit europäischem Holz (ohne Zertifikat); Holzfenster mit Holz aus nachhaltiger Produktion (ohne Minergie-Zertifikat); Holz-Metallfenster Minergie-zertifiziert mit Holz aus nachhaltiger Produktion.

Holzfenster sind bei witterungsgeschützter Anwendung (z.B. Loggia) besonders vorteilhaft.
Metallrahmen haben einen deutlich höheren Grauenergie- und U-Wert (entscheidend für den Wärmeverlust des ganzen Fensters).
Falls Metallfenster unvermeidlich: wärmegedämmte, thermisch getrennte Profile wählen.
Uw-Wert gemäss Anforderungen MuKEn 2014 an Einzelbauteile.

Glasrandverbund (371.03)

1. Priorität: Randverbund aus Kunststoff/Butyl („warme Kante“).

2. Priorität: Randverbund aus Edelstahl.

Besonders bei kleinformatigen Fenstern hat der Randverbund einen grossen Einfluss auf den U-Wert. Ein Randverbund aus Aluminium ist aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit zu vermeiden.

Vogelschutz (371.04)

Gefährdung abklären und allenfalls Massnahmen gemäss Merkblatt „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht.“ treffen.
Fenster und Fenstertüren mit Aussenreflexionsgrad max. 15%; Glasfassaden und spiegelnde Fassaden mit Aussenreflexionsgrad max. 15%, flächiger Musterung, Mattierung oder kleinflächiger Verformung.

Probleme stellen Eckverglasungen, spiegelnde bzw. frei stehende Glasflächen oder mehrheitlich verglaste Volumen (z.B. Wintergarten) dar. Bäume oder Büsche in der Nähe von Glasflächen erhöhen das Kollisionsrisiko.

Minergie-Eco Vorgabe G6.010

Aussentüren

 

Aussentüren (622.01)

1. Priorität: Minergie Rahmentüren aus Holz und Holzwerkstoffen oder Rahmentüren aus Holz und Holzwerkstoffen mit Ud-Wert max. 1.2 W/m2K.

2. Priorität: Minergie Rahmentüren aus Stahl oder Rahmentüren aus Stahl mit Ud-Wert max. 1.2 W/m2K.

Ud-Wert gemäss Anforderungen MuKEn 2014 an Einzelbauteile (Türen gegen Aussenklima).
Metalltüren: wärmegedämmte, thermisch getrennte Profile wählen.

Für die Dämmung in Stahltüren gilt:
Minergie-Eco Vorgabe M4.020

Oberflächenbehandlung

 

Holzfenster und -Türen, Holzteile von Holz-Metall-Fenstern

Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte.

nicht empfohlen: Verarbeitung lösemittelverdünnbarer Produkte auf der Baustelle.

Imprägnierung ist nur für Nadelholz erforderlich und sollte lediglich pilz- und bläuewidrig eingestellt sein.

Minergie-Eco Ausschlusskriterien A1.020, A1.050

Aluminiumfenster und türen, Aluteile von Holz-Metallfenstern, Rahmenwetterschenkel

Aluminium pressblank oder farblos anodisiert.

Kunststofffenster

1. Priorität: Standardfarbton (unlackiert).

2. Priorität: PVC-Beschichtungssystem ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbar.

Minergie-Eco Ausschlusskriterium A1.050

Stahlfenster und -Türen

Grundierung ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbar mit anschliessender Pulver-Schlussbeschichtung.

nicht empfohlen: Verarbeitung lösemittelverdünnbarer Produkte auf der Baustelle.

Bei Innenanwendung auf Feuer- oder Spritzverzinkung verzichten.

Minergie-Eco Ausschlusskriterium A1.050

Montage

 

Montage- und Abdichtungsarbeiten (371.05)

Montage: mechanisch befestigen.
Abdichtung: Kompriband, Fensteranschlussfolien mit Verklebung ohne Lösemittel (max. 1%).
Stopfen von Hohlräumen: Seiden- oder Mineralfaserzopf, Schaumstoff-Rundschnur (jeweils ohne krebserzeugende Bestandteile).

nicht empfohlen: Montage/Abdichtung mittels Montage- oder Füllschäumen.

Die Verwendung von Montage- und Füllschäumen erschwert den späteren Ausbau des Bauteils und kann die langfristige Luftdichtheit nicht gewährleisten.

Minergie-Eco Ausschlusskriterium A2.010

Verwertung/Entsorgung

 

Ganze Fenster und Türen

Direkt wiederverwenden (Bauteilbörse).

Holz, Holzwerkstoffe

Thermische Nutzung in Zementwerken, Altholz- oder Kehrichtverbrennungsanlagen.

Adressen von Verwertungs- und Entsorgungsbetrieben:

PVC-Kunststoffprofile

Rücknahme durch Hersteller.

Fenstergläser

Glasrecycling.

Weitere Vorgaben in anderen ECO-BKP

 

Abbrüche/Rückbau

Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung.

Montagebau in Holz

Formaldehydemissionen

Montagebau als Leichtkonstruktionen

Fassadenbekleidungen und Fassadenmaterialien (Fensterbänke).

Spez. Dichtungen und Dämmungen

Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Vergussmassen, Vorbehandlung).

Eco-BKP 222: Spenglerarbeiten

 

Abdeckungswerkstoffe, Bekleidungen und Deckungen

 

Dachrinnen, An- und Abschlussbleche (351.01)

1. Priorität: Chromstahlblech blank/matt.

2. Priorität: Chromnickelstahlblech blank, Chromstahlblech verzinnt, Chromnickelstahlblech verzinnt, Aluminiumblech blank, Aluminiumblech farbbeschichtet (halogenfrei), Kupferblech verzinnt.

nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahl/Stahlteile ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser.

Die Vorgabe gilt nur für unbeschichtete Bleche. Vorbewitterte Bleche werden den blanken Blechen gleichgestellt.
Beschichtungen müssen eine Lebensdauer von mehr als 30 Jahren im nordeuropäischen Klima aufweisen (Nachweis gemäss einschlägigen Normen).
Grossflächig: Mehr als 10% der Dachfläche oder mehr als 50 m2 bewitterte Oberfläche.
Bleifolien sind für Mensch und Umwelt toxisch.

Minergie-Eco Ausschlusskriterien A2.020, A2.030

Dachdeckungen und Fassadenbekleidungen (352.05)

1. Priorität: Chromstahlblech blank/matt.

2. Priorität: Chromnickelstahlblech blank, Chromstahlblech verzinnt, Chromnickelstahlblech verzinnt, Aluminiumblech blank, Aluminiumblech farbbeschichtet (halogenfrei), Kupferblech verzinnt.

nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahl/Stahlteile ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser.

Die Vorgabe gilt nur für unbeschichtete Bleche. Vorbewitterte Bleche werden den blanken Blechen gleichgestellt.
Beschichtungen müssen eine Lebensdauer von mehr als 30 Jahren im nordeuropäischen Klima aufweisen (Nachweis gemäss einschlägigen Normen).
Dächer: Als grossflächig gilt eine bewitterte Fläche von mehr als 10% der Dachfläche oder mehr als 50 m2.
Fassaden: Als grossflächig gilt eine bewitterte Fläche von mehr als 300 m2.
Bleifolien sind für Mensch und Umwelt toxisch.

Minergie-Eco Ausschlusskriterien A2.020, A2.030

Dampfbremsen Steildach (352.03)

1. Priorität: Kunststoffbahnen.

2. Priorität: Polymerbitumenbahn selbstklebend.

Winddichtung Fassade (352.11)

1. Priorität: Kraftpapier, Polyethylen-Vlies.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Sockelrohre (351.02)

1. Priorität: Polyethylen PE.

2. Priorität: Chromnickelstahl, Stahl beschichtet (halogenfrei).

Oberflächenbehandlung

 

Beschichtung von Klebeflächen für bituminöse Dichtungsbahnen

Bitumenprimer (Bitumenemulsion auf Wasserbasis).

Bitumenemulsion kann nur auf mineralischen Oberflächen sowie Holz/Holzwerkstoffen bei trockener Witterung und auf trockenen Oberflächen verarbeitet werden.
Auf die Verwendung von Bitumenlack sollte aufgrund der starken Umweltbelastung verzichtet werden.

Weitere Vorgaben in anderen ECO-BKP

 

Abbrüche/Rückbau

Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung.

Montagebau als Leichtkonstruktionen

Fassadenbekleidungen und Fassadenmaterialien, Unterkonstruktionen.

Spez. Dichtungen und Dämmungen

Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Vergussmassen, Vorbehandlungen).

Äussere Oberflächenbehandlung

Neubeschichtung: Metalluntergrund.

Eco-BKP 224: Bedachungsarbeiten

 

Steildach

 

Holzauswahl

Holz bzw. Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Produktion mit FSC-/PEFC-Zertifikat, Herkunftszeichen Schweizer Holz HSH oder gleichwertigem Label.

nicht empfohlen: Hölzer bzw. Holzprodukte aussereuropäischer Herkunft ohne FSC-, PEFC- oder gleichwertiges Label.

Als europäische Länder gelten die EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten.
Kontrolle der Vorgaben mittels auftragsbezogener Zertifikate und Lieferscheinen.

Minergie-Eco Ausschlusskriterium A2.040

Vorbeugende Behandlung mit Holzschutzmitteln

Sämtliche Bauteile aus Holz und Holzwerkstoffen für Steildach-Unterkonstruktionen bedürfen keiner Behandlung mit Holzschutzmitteln.

Eine Behandlung ist unter normalen Bedingungen nicht erforderlich.

Verlegeunterlagen (363.01, 352.01)

1. Priorität: Massivholz, Hartfaserplatte bis 6 mm, Weichfaserplatte bis 28 mm.

2. Priorität: 3-Schicht-Massivholzplatten bis 35 mm, poröse gepresste Holzfaserplatten, Weichfaserplatten 35-60 mm.

Unterlags- und Deckbleche (361.02, 363.10)

1. Priorität: Chromnickelstahlblech.

2. Priorität: Kupferblech verzinnt.

nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; Grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahlbleche ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser.

Bleifolien sind für Mensch und Umwelt toxisch.
Die Vorgabe gilt nur für unbeschichtete Bleche. Vorbewitterte Bleche werden den blanken Blechen gleichgestellt. Beschichtungen müssen eine Lebensdauer von mehr als 30 Jahren im nordeuropäischen Klima aufweisen (Nachweis gemäss einschlägigen Normen).
Grossflächig: Mehr als 10% der Dachfläche oder mehr als 50 m2 bewitterte Oberfläche.

Minergie-Eco Ausschlusskriterien A2.020, A2.030

Schallschutz (363.04)

Beschwerungsschicht zur Verbesserung des Schallschutzes.

1. Priorität: Gipskartonplatten.

2. Priorität: Spanplatten zementgebunden.

Unterdächer (363.07)

1. Priorität: Kunststoffbahnen (Polyolefinbahnen, PE-/PP-Vliese, Polyestervliese), Kraftpapier, Holzschindeln Fichte/Tanne, Weichfaserplatten max. 20 mm.

2. Priorität: Faserzementplatten, Hartfaserplatten, Holzfaserplatten, Weichfaserplatten über 20 mm.

Unterdachbahnen aus PVC enthalten in der Regel umweltrelevante Bestandteile.

Vorbeschichtungen auf Beton (363.03)

1. Priorität: Bitumenemulsion.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Dampfbremsen (363.02)

1. Priorität: Kraftpapier, Kunststoffbahnen.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Wärmedämmungen (352.04, 363.06)

1. Priorität: Ohne Anforderung an die Druckfestigkeit: Steinwolle, Glaswolle bis ca. 40 kg/m3, boratfreier Zellulosedämmstoff.

2. Priorität: Ohne Anforderung an die Druckfestigkeit: Glaswolle über ca. 40 kg/m3; mit Anforderung an Druckfestigkeit: Mineralwolle, EPS, lose verlegte Schaumglasplatten, Weichfaser-/Holzfaserplatten.

Falls Begehbarkeit erforderlich: Produkte mit Anforderung an Druckfestigkeit wählen.
EPS ohne HBCD als Flammschutzmittel.

Minergie-Eco Vorgabe M4.020

Deckungen (363.09)

1. Priorität: Tonziegel (ohne Doppel- oder Dreifachdeckungen), Betonziegel, Naturschiefer, Faserzementschiefer, flache/profilierte Faserzementplatte, Holzschindeln, PV-Indach-Systeme.

2. Priorität: Tonziegel (Doppeldeckungen).

Dreifachdeckungen sind nicht gekennzeichnet.
Für lichtdurchlässige Elemente: Glasziegel.

Schindeln/Abdeckplatten für Einfachdach (363.08)

1. Priorität: Holzschindeln Fichte/Tanne.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Aluschindeln und Abdichtungsplatten aus PVC benötigen deutlich mehr Graue Energie.

Profilierte, lichtdurchlässige Kunststoffplatten (363.11)

1. Priorität: keine Materialempfehlung.

2. Priorität: Einfachplatten aus Polyester glasfaserverstärkt oder Polycarbonat.

Flachdach

 

Vorbeschichtungen auf Beton (364.02)

1. Priorität: Bitumenemulsion (wasserverdünnbar).

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Auf die Verwendung von Bitumenlack sollte aufgrund der starken Umweltbelastung verzichtet werden.

Verlegehilfe auf Profilblech (364.01)

1. Priorität: Faserzementplatten.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Trenn- und Ausgleichslagen (364.03)

1. Priorität: Kunststofffolien, Glas- und Kunstfaservliese.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Dampfbremsen (364.04)

1. Priorität: Kunststoffbahnen.

2. Priorität: Polymerbitumenbahnen lose verlegt oder selbstklebend.

Gemäss SIA-Norm 271 muss bei Begrünungen mit Wasseranstau die Dampfbremse über Massivdecken vollflächig mit der Unterkonstruktion verklebt oder aufgeschweisst sein.
Selbstklebende Polymerbitumenbahnen eignen sich nur zur Verlegung auf Profilblech oder Holz.

Wärmedämmungen für Flachdach ohne Nutzschicht (364.05)

1. Priorität: Steinwolleplatten, Mineraldämmplatten, EPS.

2. Priorität: Glaswolleplatten, PUR/PIR (halogenfrei).

Ohne Nutzschicht: Druckspannung zwischen 50 und 120 kPa.
EPS ohne HBCD als Flammschutzmittel.

Minergie-Eco Vorgabe M4.020

Wärmedämmungen für Flachdach mit Nutzschicht (364.06)

1. Priorität: EPS, Mineraldämmplatten.

2. Priorität: Steinwolleplatten, PUR/PIR (halogenfrei).

Mit Nutzschicht: Druckspannung über 120 kPa.
Dächer mit Photovoltaik-Anlagen sind als Flachdach mit Nutzschicht auszubilden.
Verbunddächer beinhalten deutlich mehr Graue Energie und sollten nur zur Anwendung kommen, wenn sehr hohe Druckfestigkeit gefordert wird oder die Nutzung nicht geregelt ist.
EPS ohne HBCD als Flammschutzmittel.

Minergie-Eco Vorgabe M4.020

Befestigung Wärmedämmung (364.07)

1. Priorität: Mechanische Befestigung mit Dämmstoffhaltern.

2. Priorität: Lösemittelfreier Kaltkleber (punktweise Befestigung).

Minergie-Eco Vorgabe G4.010

Abdichtungen Flachdach (364.08)

1. Priorität: Polyolefin-Folie glasvliesbewehrt (TPO/FPO), lose verlegt oder lösemittelfrei auf Untergrund geklebt.

2. Priorität: EPDM-Folie, lose oder lösemittelfrei geklebt; Gussasphalt; Flüssigkunststoff (mit max. 1% Lösemittel und ohne umwelt- und gesundheitsgefährdende Bestandteile); Polymerbitumenbahnen ohne chemischen Wurzelschutz, lose/aufgeschweisst, 2x aufgeschweisst oder selbstklebend/aufgeschweisst.

Gemäss Norm SIA 271 müssen bituminöse Dichtungsbahnen nur bei begrünten Flachdächern wurzelfest sein.
Abdichtungen aus PMMA-Flüssigkunststoff lassen sich beim Rückbau kaum vom Untergrund trennen.

Minergie-Eco Vorgaben M4.030, M4.070

Schutzschichten (364.11)

1. Priorität: Kunststoff-Rezyklatbahnen, Kunstfaservlies.

2. Priorität: Polyolefinbahn.

Gehbeläge (364.13)

1. Priorität: Betonplatten, Betonsteine, Holzrost.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Dachbegrünung

 

Extensive Dachbegrünung

Erfüllung Mindeststandard gemäss SIA-Norm 312: Schichtstärke von mindestens 8 bis 11 cm Substrat, minimale relevante Wasserrückhaltekapazität von 40 bis 55 l/m2 (genaue Werte jeweils abhängig von der lokalen Jahresniederschlagsmenge).

PV-Anlagen lassen sich mittels spezieller Konsolen problemlos mit Dachbegrünungen kombinieren.
Systeme, welche das SFG-Label tragen, erfüllen auch die Anforderungen der SIA-Norm 312.
Eine Liste der mit dem Label ausgezeichneten Systeme ist bei der Schweiz. Fachvereinigung Gebäudebegrünung (SFG) erhältlich.

Wurzelschutz

Auf Wurzelschutz bei nicht begrünten Dächern verzichten.
Zum Wurzelschutz sind konstruktive Massnahmen beim Schichtenaufbau zu treffen (z.B. TPO-Bahn).

Chemischer Wurzelschutz (Biozide) in Dichtungsbahnen wird ausgewaschen und gefährdet die Umwelt. TPO-Bahnen sind ohne Biozidzusatz wurzelfest.

Minergie-Eco Vorgabe M4.030

Substratmischung

Kalkarme Komponenten ohne Mergelanteile (kalkreiche Tone). Substrate mit 10-15% organischer Substanz (kein Torf) bevorzugt mit guter Krümelstruktur, ungleichmässiges Ausbringen des Materials.

Schichtdicke und Nährstoffgehalt sind mit dem Begrünungsziel bzw. Saatgut/Bepflanzung abzustimmen.

Unkrautbekämpfung auf Dächern und Terrassen

Gehölzsämlinge, krautige Pflanzen mit invasivem Potential (z.B. Goldrute, einjähriges Berufskraut etc.) und stark ausläufer- bzw. rhizombildende Pflanzen 1 bis 2-mal jährlich von Hand entfernen.

Gemäss ChemRRV ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Dächern, Terrassen und Wegen verboten.

Befahrbare Flächen

 

Systemaufbauten für befahrbare Flächen aussen (362.05)

1. Priorität: Nutzschicht Gussasphalt (MA) und Abdichtung Gussasphalt (MA), Nutzschicht Walzasphalt (AC) und Abdichtung Gussasphalt (MA).

2. Priorität: Nutzschicht Gussasphalt (MA) und Schutzschicht Gussasphalt (MA) und Abdichtung Polymerbitumenbahn, Nutzschicht Walzasphalt (AC) und Schutzschicht Gussasphalt (MA) und Abdichtung Polymerbitumenbahn, Flüssigkunststoff-Abdichtungen direkt befahrbar.

Systemaufbauten für befahrbare Flächen innen (362.06)

1. Priorität: Nutzschicht Gussasphalt (MA) und Abdichtung Gussasphalt (MA).

2. Priorität: Flüssigkunststoff-Abdichtungen direkt befahrbar.

Abdichtungen (362.07)

1. Priorität: Polyolefinbahn 1-lagig, lose, Asphaltmastix 10 mm.

2. Priorität: Polymerbitumenbahn, Polyolefinbahn 2-lagig, lose, Gussasphalt bis 30 mm.

Bleche für An- und Abschlüsse

 

Abschlussbleche (364.09, 362.09)

1. Priorität: Chromnickelstahlblech, Chromstahlblech verzinnt.

2. Priorität: Aluminiumblech blank.

nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; Grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahlbleche ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser.

Auf bleihaltige Baustoffe sollte wegen deren Giftigkeit und Umweltbelastung grundsätzlich verzichtet werden.

Minergie-Eco Ausschlusskriterien A2.020, A2.030

Abschlussprofile (364.10, 362.08)

1. Priorität: Chromnickelstahl, Aluminium.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Vogel- und Fledermausschutz

 

Vogelschutz

Von Mauerseglern, Alpenseglern, Schwalben oder Sperlingen benützte Einflugöffnungen und Hohlräume bei Renovationen nicht schliessen; bauliche Massnahmen im Herbst/Winter durchführen.

Fledermausschutz

Bei Bauarbeiten an Objekten, die Fledermäusen als Quartier dienen, sind Schutzmassnahmen in Absprache mit der zuständigen Koordinationationsstelle zum Schutz der Fledermäuse zu treffen.

Alle in der Schweiz vorkommenden Fledermausarten sind geschützt.

Verwertung / Entsorgung

 

Dichtungsbahnen

Bitumen- und Polymerbitumen, Dampfsperren: Verbrennung in KVA.

Bitumen-Gemische (Produktereste)

Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung.

Dichtungsbahnen aus EPDM, TPO/FPO, PVC

Rückgabe an Herstell- oder Lieferfirma zur Verwertung; sonst Verbrennung in KVA.

Gussasphalt, Mastix

Rückgabe an Herstell- oder Lieferfirma zur Verwertung.

Weitere Vorgaben in anderen ECO-BKP

 

Abbrüche/Rückbau

Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung.

Montagebau in Holz

Wärmedämmungen, Winddichtungen, Dampfbremsen.

Montagebau als Leichtkonstruktionen

Fassadenbekleidungen und Fassadenmaterialien, Unterkonstruktionen.

Spenglerarbeiten

Abdeckungswerkstoffe, Bekleidungen und Deckungen.

Spez. Dichtungen und Dämmungen

Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Fugenvergussmassen, Vorbehandlung).

Äussere Oberflächenbehandlung

Beschichtungen auf mineralische Untergründe, Holzwerk und Metall.

Eco-BKP 225: Spezielle Dichtungen und Dämmungen

 

Abdichtungen und Montageklebstoffe

 

Abdichten mit Fugendichtungsmasse, Fugenfüllungen mit Fugenvergussmasse, Klebstoffe

Im Innenraum: Produkte mit Emicode EC1 bzw. EC1plus Label oder Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte.
Im Trockenbereich: Fugendichtungsmasse ohne Fungizide.

nicht empfohlen: lösemittelverdünnbare Produkte.

Neutral vernetzende Silikonharz-Produkte können bei der Aushärtung stark gesundheitsgefährdende Substanzen abspalten.
MS-Hybrid-Dichtstoffe sind auch ohne Fungizid resistent gegen Schimmel.
Mechanische Befestigungen sind einer Verklebung vorzuziehen.

Minergie-Eco Ausschlusskriterium A1.050

Verwertung/Entsorgung

 

Reste von Fugen- und Kittmassen (nicht PCB-haltig)

Nicht ausgehärtet: Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung; ausgehärtet: Verbrennung in KVA.

Reste von Voranstrichen und Haftreinigern

Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung.

PCB-haltige Fugendichtungen

Abklärungen, Massnahmen und Arbeitsschritte (fachgerechter Ausbau und Entsorgung) gemäss BUWAL-Richtlinie.
Kittmassen mit einem PCB-Gehalt von über 50 ppm gelten als Sonderabfall und sind nach VeVA zu entsorgen.

In der Schweiz wurden von 1955 bis zirka 1975 PCB-haltige Dichtungsmassen eingesetzt.

Weitere Vorgaben in anderen ECO-BKP

 

Abbrüche/Rückbau

Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung.

Baumeisterarbeiten

Wärmedämmungen (Wände, Decken, Perimeter), Abdichtung.

Montagebau in Holz

Wärmedämmungen, Winddichtungen, Dampfbremsen.

Eco-BKP 226: Fassadenputze

 

Allgemeines

 

Schutz der Fassade

Der Feuchtigkeitsanfall auf der Fassade ist durch konstruktive Details (z.B. Vordächer, witterungsbeständige Sockelausbildung) gering zu halten, um eine hohe Nutzungsdauer zu erreichen.

Minergie-Eco Vorgabe G7.010

Biozide

Auf Biozide (Algizide, Fungizide) ist zu verzichten.
Systeme mit mineralischem Bindemittel (Zement, Kalk, Trass), mindestens 10 mm Putzdicke und mineralischem Anstrich (Organosilikat-/ 2K-Silikatfarbe) benötigen keine Biozide zur Verhinderung von Algen- oder Pilzbewuchs.

Biozide wirken nur über kürzere Zeit und sind umweltbelastend.
Für biozidfreie, mineralische Systeme sollte eine Garantie für den ganzen Aufbau verlangt werden.

Minergie-Eco Vorgabe M4.040

Aussenputze

 

Vorbehandlung Untergrund (348.01)

1. Priorität: Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Grundputze (348.02, 348.03)

1. Priorität: Mineralisch gebundene Produkte.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Silikat-, Silikonharz- und Kunststoffputze beinhalten eine deutlich höhere Graue Energie.

Deckputze (348.03)

1. Priorität: Mineralisch gebundene Produkte.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Silikat-, Silikonharz- und Kunststoffputze beinhalten eine deutlich höhere Graue Energie.

Wärmedämmputze (348.05)

1. Priorität: Produkte mit Perlit- oder Perlit-/Korkzuschlag.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Produkte mit Aerogel-Zuschlag beinhalten bei gleicher Dämmleistung deutlich mehr Graue Energie als konventionelle Dämmputze.

Aussenwärmedämmungen

 

Vorbehandlung Untergrund (342.03)

1. Priorität: Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Wärmedämmplatten (342.02)

1. Priorität: Steinwolle 90 kg/m3, EPS mit Grafit 15 kg/m3.

2. Priorität: EPS 15 kg/m3, Steinwolle 120 kg/m3, Mineraldämmplatte 110 kg/m3.

EPS ohne HBCD als Flammschutzmittel.

Verputzte Aussenwärmedämmungen (342.05)

1. Priorität: Mineralischer Deckputz mit Steinwolle 90 kg/m3 oder mit EPS mit Grafit 15 kg/m3.

2. Priorität: Mineralischer Deckputz mit EPS 15 kg/m3 oder mit Steinwolle 120 kg/m3 oder mit Mineraldämmplatte 110 kg/m3, Silicat-Deckputz mit Steinwolle 90 kg/m3 oder mit EPS mit Grafit 15 kg/m3. .

Silikonharz- und Kunststoffputze beinhalten eine deutlich höhere Graue Energie.
EPS ohne HBCD als Flammschutzmittel.

Wärmedämmungen im Erdreich (342.07)

1. Priorität: Schaumglasschotter (feuchtegeschützter Einbau), EPS mit Grafit.

2. Priorität: Schaumglasplatten.

Die Dämmleistung von durchnässtem Schaumglasschotter ist deutlich schlechter.
EPS nur im Wandbereich bis 6 m Höhe anwenden und wenn kein drückendes Wasser vorhanden ist.
EPS ohne HBCD als Flammschutzmittel.

Feuchtigkeitsschutz (342.06, 348.04)

1. Priorität: Bitumen-Dünnbeschichtung.

2. Priorität: Bitumen-Dickbeschichtung, Dispersionsspachtel.

Fensterbänke (342.04)

1. Priorität: Massivholz Lärche.

2. Priorität: 3-Schicht-Massivholzplatte, Glasfaserbeton.

Schwellen und Sockelabschlüsse (342.08, 342.09)

1. Priorität: Glasfaserbeton.

2. Priorität: keine Materialempfehlung.

Verwertung/Entsorgung

 

Dämmstoffe aus EPS

Verbrennung in KVA.

Dämmstoff-Abfälle von Neubauten können dem Recycling zugeführt werden.

Dämmstoffe aus XPS oder Kork

Verbrennung in KVA.

Für XPS-Dämmstoffe gibt es in der Schweiz keine Recycling-Infrastruktur.

Mineralwolldämmstoffe

Sauber getrenntes Material: Rückgabe an Herstell- oder Lieferfirma zur Verwertung.
Verschmutztes Material: Inertstoffdeponie.

Weitere Vorgaben in anderen ECO-BKP

 

Abbrüche/Rückbau

Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung.

Baumeisterarbeiten

Wärmedämmungen.

Spez. Dichtungen und Dämmungen

Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Vergussmassen, Vorbehandlungen).

Äussere Oberflächenbehandlung

Beschichtungen auf mineralische Untergründe, Biozide, Graffittischutz.

Eco-BKP 227: Äussere Oberflächenbehandlungen

 

Allgemeines

 

Produktauswahl

Für den ganzen Schichtaufbau sind Produkte mit Umweltetikette Kategorie A oder B, Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte einzusetzen.

Lösemittel (VOC) tragen zum Sommersmog bei.
Auf Verlangen der Bauherrschaft sind die eingesetzten Produkte mit einer VSLF-Produktedeklaration zu deklarieren.

Schutz vor Algen- oder Pilzbewuchs

Der Schutz vor Algen- oder Pilzbewuchs ist mit konstruktiven Mitteln (Vordach, sorptionsfähige Oberflächen, mineralische Putze mit Dicke von Grundputz und Einbettungsmasse >10 mm etc.) zu gewährleisten.
Fassadenfarben mit Umweltetikette Kategorie A oder B enthalten keine Biozide zur Filmkonservierung.

Biozide oder Nanosilber zur Verhinderung von Algen- oder Pilzbewuchs (Filmkonservierung) gewährleisten nur einen kurzzeitigen Schutz und belasten die Umwelt.

Minergie-Eco Vorgabe M4.040

Oberflächen für gute Tageslichtnutzung

Dachuntersichten, Balkonuntersichten, Leibungen, Stürze etc. sind mit hellen Farbtönen zu versehen, um eine gute Tageslichtnutzung im Gebäude zu ermöglichen.

Minergie-Eco Kriterium Tageslicht

Vorbehandlung bestehender Untergründe

Anschleifen oder Anlaugen mit Salmiaklauge/Laugenpulver (Vorbereitung tragfähiger Altanstriche); Abbeizen mit NMP/NEP-freiem Abbeizmittel.

NMP (N-Methyl-2-Pyrrolidon) und NEP (N-Ethyl-2-Pyrrolidon) sind stark gesundheitsgefährdend.

Anstriche auf bestehende Untergründe

Produkte mit Umweltetikette Kategorie A oder B.
Bei erhöhtem Algen- oder Pilzbewuchs-Risiko: Produkte mit Umweltetikette Kategorie C.

Produkte mit Umweltetikette Kazegorie C können Biozide (Filmschutzmittel) mit niedriger Umweltbelastung enthalten.

Graffitischutz und -entfernung

 

Untergrund Stein, Beton, Backstein oder Holz

Temporäre Systeme auf Wasserbasis oder ohne Lösemittel (max. 1%), halogen- und biozidfrei (Filmkonservierung).

Eine Grundierung oder Vermischung mit halogenhaltigen Produkten zerstört die positiven ökologischen Eigenschaften des ursprünglichen Systems.

Untergrund Metall oder Glas

Semipermanente oder permanente Systeme auf Wasserbasis oder ohne Lösemittel (max. 1%), halogen- und biozidfrei (Filmkonservierung).

Verputzte und gestrichene Oberflächen

Überstreichfarben

Denkmalgeschützte Bauten

Wasserverdünnbarer, halogen- und biozidfreier Graffitischutz auf Basis von Polysacchariden, Cellulose bzw. PVAc oder mineralische Schutzfarben.

Produkte mit hydrophobierender Wirkung sind nicht komplett reversibel und bergen ein hohes Schadenspotential.

Graffitti-Entfernung (temporäre Systeme)

Graffitti-Entfernung nur mit Hochdruck-Heisswasser ohne Hilfschemikalien. Abwässer dürfen weder ins Meteorwasser noch in Gewässer gelangen.

Verwertung/Entsorgung

 

Malerei- und Lackabfälle

Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung, getrennt nach Entsorgungscodes.

z.B. Farbreste, Farbpulver, ausgehärtete Farben und Farbpasten, Lösemittel, Pinselreiniger, Farb- und Schmutzschlämme, Ablaugebäder, Ablaugereste, Abbeizpasten, Schleifstaub.

Leere Gebinde

Rücknahme durch Unternehmung, wenn möglich wiederverwenden oder verwerten.

Verschmutztes Wasser aus der Oberflächenbehandlung

Wasser auffangen und gemäss den kantonalen Richtlinien entsorgen.

Weitere Vorgaben in anderen ECO-BKP

 

Abbrüche/Rückbau

Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung.

Montagebau in Stahl

Korrosionsschutzbehandlungen von Stahlkonstruktionen.

Fenster, Aussentüren

Oberflächenbehandlung (Fenster und Türen).

Innere Oberflächenbehandlung

Beschichtungen auf mineralische Baustoffe, Holz und Metall.

Eco-BKP 228: Äussere Abschlüsse, Sonnenschutz

 

Allgemeines

 

g-Wert von Sonnenschutz und Verglasung

Der g-Wert von Sonnenschutz und Verglasung ist so auszulegen, dass die Anforderungen gemäss SIA-Norm 180, Abschnitt 5.2.4, eingehalten sind.

Der g-Wert von Sonnenschutz und Verglasung variiert zwischen 0.07 (Südorientierte Fassade mit hohem Glasanteil) und 0.6 (Nordorientierte Fassade mit tiefem Glasanteil). Übliche Werte liegen zwischen 0.1 und 0.15.

Windfestigkeit

Die Windwiderstandsklasse des Sonnenschutzes hat der SIA-Norm 342, Anhang B2, zu entsprechen.

Je nach Windexposition und Lage des Gebäudes beträgt die Windgeschwindigkeit, bis zu der der Sonnenschutz abgesenkt bleiben kann, zwischen 46 und 92 km/h.

Steuerung

In Gebäuden, die nicht dem Wohnen dienen, sind motorisierte Anlagen mit automatischer Steuerung vorzusehen.

Die Steuerung sollte fassadenweise (bei grossen Gebäuden abschnittsweise, je nach Verschattung) in Abhängigkeit der Einstrahlung erfolgen. Idealerweise führt die Steuerung die Position des Sonnenschutzes je nach Einfallswinkel nach.

Holzauswahl

Holz bzw. Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Produktion mit FSC-/PEFC-Zertifikat, Herkunftszeichen Schweizer Holz HSH oder gleichwertigem Label.

nicht empfohlen: Hölzer bzw. Holzprodukte aussereuropäischer Herkunft ohne FSC-, PEFC- oder gleichwertiges Label.

Als europäische Länder gelten die EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten.
Kontrolle der Vorgaben mittels auftragsbezogener Zertifikate und Lieferscheinen.

Minergie-Eco Ausschlusskriterium A2.040

Oberflächenbehandlung

Werkseitig aufgebrachte Beschichtungen sind gegenüber bauseitig aufgebrachten Beschichtungen zu bevorzugen.

Bei werkseitigen Beschichtungen werden in der Regel eine höhere Qualität und eine geringere Umweltbelastung erzielt.

Fensterläden, Rollläden, Lamellenstoren, Sonnenstoren

 

Beschattung von Fassadenflächen (347.02)

1. Priorität: Rollläden Holz, Drehläden Holz, Schiebeläden Holz, Senkrecht-, Fassaden- und Schrägmarkisen.

2. Priorität: Rollläden Alu mit Alustäben hohl, Faltrollläden Alu, Lamellenstoren Alu, Schiebeläden Holz mit Alurahmen.

Weitere Vorgaben in anderen ECO-BKP

 

Abbrüche/Rückbau

Wiederverwendung, Verwertung, Entsorgung von Bauteilen.

Fenster, Aussentüren

Montage.

Äussere Oberflächenbehandlung

Anstriche auf Holz und Metall.